Diskursanalyse: Betriebssystem ARS Electronica

Projektleitung: Barbara U. Schmidt
Projektlaufzeit: 04/2006-12/2009 (basierend auf Vorarbeiten von 10/2005-03/2006)
Forschungsprojekt

Projektziel: Buchpublikation

Projektbeschreibung


Dieses Forschungsprojekt untersucht die Institutionalisierung der Medienkunst am Beispiel der Ars Electronica in Linz. Besondere Beachtung finden dabei die Diskursfelder und die kulturellen, politischen und geografischen Kontexte, innerhalb derer sich die Institutionalisierung vollzieht.

Ein Korpus aus thematisch einschlägigen und nach chronologischen Kriterien geordneten Texten (Katalogbeiträge der Organisatoren und künstlerischen Leiter, zusätzlich Rückgriff auf Schlüsseltexte wie programmatische Reden bei Eröffnungen, Pressekonferenzen), die gedruckt oder in Filmdokumenten vorliegen, wird mit den Methoden der qualitativen Inhaltsanalyse auf signifikante Themen und Leitmotive hin analysiert. Für die Interpretation des Materials werden auch die jeweils relevanten kulturellen, politischen und lokalen Kontexte rekonstruiert, da diese historische und räumliche Verortung ein epistemologisches Feld bildet, das die Diskursstruktur und -praxis mitbestimmt (Kontextualisierungsfunktion). Gefragt wird weiterhin nach der Wechselwirkung zwischen den diskursiven Formationen und der institutionellen Entwicklung: Wie schlagen sich programmatische Schwerpunkte und Leitbilder in institutionellen Strukturen, architekturalen Einrichtungen, reglementierenden Entscheidungen nieder und wie wirken sich diese umgekehrt legitimierend, stabilisierend oder auch ausgrenzend auf Themen und Leitbilder aus?

Die Untersuchung umfasst den Zeitraum von 1979, dem Gründungsjahr der Ars Electronica, bis zum Jahre 1999. Sie erlaubt damit eine diachrone Sichtung der Phasen der Entstehung, Institutionalisierung und Konsolidierung des Ars Electronica Festivals (Längsschnittperspektive). Vertiefend werden auch synchrone Betrachtungen einzelner Jahrgänge, die besonders von Wandlungen, Verdichtungen, Krisen geprägt sind, vorgenommen (Querschnittperspektive).

Ressourcen

Ein bei kunsttexte.de publizierter Aufsatz präsentiert unter dem Titel "Institutionelle Verortungen der Medienkunst, ihre Funktionen und ihre Widersprüche" wichtige Ergebnisse des Forschungsprojekts

Auswahlbibliografie

2007 2006 2005 2004 2002 2001 1999 1997 1994 1993 1992 1990 1988 1986 1983 1982

2007

2006

At the edge of art
Joline Blais, Jon Ippolito
City Contest. : Neuformulierungen des urbanen Raums.
Florian Oberhuber [Hrsg.], Manuela Barth [Hrsg.], Barbara U. Schmidt [Hrsg.], Karin Harrasser [Hrsg.]

2005

Publicum : Theorien der Öffentlichkeit
Gerald Raunig [Hrsg.], Ulf Wuggenig [Hrsg.]

2004

Ars Electronica 1979–2004 : 25 Jahre Netzwerk für Kunst, Technologie und Gesellschaft
Hannes Leopoldseder [Hrsg.], Christine Schöpf [Hrsg.], Gerfried Stocker [Hrsg.]

2002

2001

1999

Konfigurationen zwischen Kunst und Medien
Sigrid Schade [Hrsg.], Georg Christoph Tholen [Hrsg.]

1997

Linz - Stadt der Arbeit und Kultur
Franz Dobusch [Hrsg.], Johann Mayr [Hrsg.]
Medien-Kunst-Geschichte
Hans-Peter Schwarz [Hrsg.]

1994

1993

Festivalisierung der Stadtpolitik : Stadtentwicklung durch große Projekte
Hartmut Häußermann [Hrsg.], Walter Siebel [Hrsg.], Daniela Birklhuber

1992

Beyond recognition : representation, power, and culture
Craig Owens, Scott Stewart Bryson [Hrsg.]

1990

Kunst - Betrieb
Karl Markus Michel [Hrsg.], Tilman Spengler [Hrsg.]

1988

1986

1983

1982